20 Jahre nach dem Beschluss des 1. EEG beginnt nun die kritische Phase, in der eine große Anzahl an Biogasanlagen nach Ablauf ihrer gesetzlichen Vergütungsdauer die Abschaltung wegen Unwirtschaftlichkeit droht. Je nach zugeführtem Substrat können Biogasanlagen nicht nur CO2‑neutrale (grundlastfähige) Energie bereitstellen, sondern durch die Nutzung von landwirtschaftlichen Abfällen (Gülle, etc.) auch CH4-Emissionen senken. Mit der drohenden Abschaltung wären bis zu 17 % der derzeitigen Energieerzeugung aus regenerativen Quellen in Deutschland bedroht.
Eine zukunftsträchtige Alternative ist die Herstellung von Wasserstoff aus Biogas durch Dampfreformierung. Der im Biogas enthaltene Schwefelwasserstoff wird in einem vom bereits vorhandenen Aufbau der Anlage abhängigen Verfahren abgeschieden (meist nur zusätzliche Tiefenentschwefelung mittels Aktivkohle). Anschließend wird das Methan im aufbereiteten Gemisch mittels Nickel-katalysierter Dampfreformierung zu Wasserstoff reformiert. Durch Druckwechseladsorption wird dann das im Produktgas enthaltene CO, CH4 und CO2 abgeschieden. Nachfolgende Abbildung zeigt ein vereinfachtes Schema des Prozesses.

Die Dampfreformierung von Biogas zu Wasserstoff ist eine sofort verfügbare und wirtschaftliche Alternative zur Erzeugung von Wasserstoff mittels Elektrolyse. Die Technologie ist  platzsparend und modular aufgebaut in Containereinheiten verfügbar. Kontaktieren Sie uns für eine Beratung zum Thema Wasserstoff aus Biogas und lassen Sie sich Anwendungsfelder und technische Daten zum Prozess näher erläutern!