Biogasanlagen laufen derzeit aus der EEG-Vergütung und suchen nach wirtschaftlichen Anschlusskonzepten. Deutschland benötigt eine Sektorenkopplung und hat Wasserstoff als den Rohstoff, der eine nachhaltige Energiewende ermöglicht identifiziert. Anders als bei der Elektrolyseroute wird hier, da Biogas und nicht Strom als Primärenergieträger verwendet wird, die nutzbare Energie durch die Wasserstoffaufbereitung nicht reduziert. Grüner Wasserstoff aus Biogas ist also der ideale Rohstoff, um eine Wasserstoffinfrastruktur aufzubauen, solange erneuerbarer Strom nicht im Überfluss zur Verfügung steht.In
BioH2Ref wurde daher 2022 bis 2024 eine BtX-Pilotanlage zur Wasserstoffherstellung aus Biogas aufgebaut und betrieben, die mit Projektende 55 – 60 % Wirkungsgrad erreichte.
Da einer der kritischsten Faktoren beim Markthochlauf von grünem Wasserstoff der Preis ist, zielt das Projekt BioH2Evo auf die Optimierung der Systemeffizienz ab, in dem Maßnahmen zur Effizienzsteigerung auf 65 % oder mehr Kaltgaswirkungsgrad von Biogas zu Wasserstoff erarbeiten werden.
Das Verbundvorhaben wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit 581.008 € gefördert.